Wien gibt Raum

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Projektbeschreibung

Öffentlicher Raum ist wertvoll – aber auch begrenzt. Mit „Wien gibt Raum“ implementiert die Stadt Wien eine Lösung, die Prozesse zur Nutzung öffentlicher Flächen von der KundInnenschnittstelle aus neu denkt, um eine faire und transparente Nutzung sicherzustellen. Mittels niederschwelliger end-to-end Digitalisierung lebt Wien so die Zukunft von Verwaltung.

Juryurteil
Raum ist überall wertvoll, insbesondere dann, wenn er nur begrenzt verfügbar ist und viele Nutzerinnen und Nutzer für diesen Raum bereitstehen. Durch dieses Projekt werden die vorhandenen öffentlichen Flächen, Gebäude und Stadtmöbel mit hoch präzisen Geodaten vermessen und digital erfasst. Die sogenannten „Stadtmöbel“ sind Objekte, die auf öffentlich verwaltetem Grund aufgestellt sind oder aufgestellt werden sollen. Es sind dies in Wien über 300.000 Objekte wie Fahrradständer, Sitzmöbel, Brunnen, Imbissstände, Kioske und Schanigärten. Die Verwaltung für diese Objekte und Aktivitäten im öffentlichen Raum wie etwa Veranstaltungen, Märkte oder bauliche Nutzungen werden neu organisiert, illegal aufgestellte Objekte entfernt und somit der öffentliche Raum wieder besser nutzbar gemacht. Das administrative Verfahren zur Raumnutzung wird digital neu ausgerichtet. Dazu sind technische Entwicklungen aber auch Personalentwicklungsmaßnahmen erforderlich. Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden durch die Umstellung höher qualifiziert und in einem Changeprozess in die neuen Aufgaben eingeführt. Der Lösungsansatz in „Wien gibt Raum“ beruht auf drei Säulen: Digitalisierung des öffentlichen Raumes durch die Vermessungsfahrten und Bildaufzeichnung, der Zusammenfassung von bisher 37 Systemen auf eine vollintegrierte EDV-Applikation auf die drei Komponenten ELAK, One-Stop-Shop und betriebliche Standardsoftware, sowie der Einrichtung eines Digitalen One-Stop-Shops, der sowohl Information gibt als auch diekt zur Antragstellung genutzt werden kann. Derzeit könnten bereits digitale Anträge über das digitale Stadtservice „mein.wien.gv.at“ für die Einrichtung von Schanigärten und die Einrichtung von Objekten an Geschäftsfronten eingereicht werden. Bis zum Jahr 2020 werden schrittweise weitere Vereinfachungen für Bürgerinnen und Bürger zur Nutzung öffentlicher Flächen umgesetzt.
Kontakt
Stadt Wien
MA 65 - Rechtliche Verkehrsangelegenheiten
1030 Wien, Ungargasse 33
https://www.wien.gv.at/
Mag. Leopold Bubak
Dienststellenleiter/Prog.-Auftraggeber
Telefon: +43 1 71134 38311, E-Mail: leopold.bubak@wien.gv.at
Daten zum Projekt
Thema: E-Government, Prozessmanagement, BürgerInnen- & KundInnenorientierung
Bundesland: Wien
Projektträger: Stadt Wien
Verwaltungsebene: Gemeinde
Preis: Verwaltungspreis 2019
Einreichkategorie: Innovatives Servicedesign und digitale Services
Art des Preises: Preisträger
Jahr: 2019
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