Maßnahmenpaket "Bürgerbeteiligung in Vorarlberg stärken"
- Thema
- BürgerInnenbeteiligung
- Bundesland
- Vorarlberg
- Projektträger*in
- Amt der Vorarlberger Landesregierung
- Verwaltungsebene
- Land
- Preis
- Verwaltungspreis 2010
- Einreichkategorie
- Partizipation und Co-Creation
- Art des Preises
- Einreichung
- Jahr
- 2010
- Zuletzt geändert
- am 20. 9. 2022 von Admin
- Amt der Vorarlberger Landesregierung
- Büro für Zukunftsfragen
- 6901 Bregenz, Jahnstraße 13-15
- www.vorarlberg.at/zukunft
- Mag. Michael Lederer
- Leiter Geschäftsfeld "Freiwilliges Engagement und BürgerInnenbeteiligung"
- Telefon: 05574/511-20614, E-Mail: michael.lederer@voarlberg.at
Im Jahr 2007 wurde die erste der gestellten Fragen (In welcher Intensität werden BürgerInnenbeteiligungsprozesse in Vorarlberg bereits umgesetzt?) durch eine Evaluation der Bürgermitwirkung in Vorarlberg beantwortet und somit die Zielgruppe analysiert. Die Vorarlberger Gemeinden und Abteilungen des Amtes der Vorarlberger Landesregierung wurden dabei befragt, ob und inwiefern von ihnen BürgerInnenbeteiligungsprozesse umgesetzt werden. Die Rückmeldungen waren durchaus unterschiedlicher Qualität und deuteten darauf hin, dass ein sehr breites Verständnis von BürgerInnenbeteiligung vorherrscht – sowohl was den Nutzen, als auch die Form der Beteiligung angeht.
Aufbauend auf der Erhebung des Status Quo in den Vorarlberger Gemeinden und den Abteilungen des Amtes der Vorarlberger Landesregierung, ob und inwiefern BürgerInnenbeteiligungsverfahren umgesetzt werden (Zielgruppenanalyse), wurde im Jahr 2008 das Positionspapier Partizipation erstellt. Es beinhaltet ausführliche Angaben zur Evaluation, die Diskussion um einheitliche Standards, Rahmenbedingungen und Qualitätskriterien sowie praktische Beispiele aus Vorarlberg.
Darauf aufbauend initiierte das Büro für Zukunftsfragen mit fachlicher Unterstützung (Büro Arbter, Wien) eine Arbeitsgruppe bestehend aus BürgerInnen, AkteurInnen aus Gemeinden, dem Amt der Vorarlberger Landesregierung und FachexpertInnen. Gemeinsam wurde das „Handbuch BürgerInnenbeteiligung für Land und Gemeinden“ erarbeitet, welches im Frühjahr 2010 veröffentlicht wurde und einen Überblick zur Bedeutung von Partizipationsprozessen im politischen System gibt. Es liefert Argumente und Diskussionsgrundlagen zum Nutzen und den Erfolgsfaktoren von BürgerInnenbeteiligung. Politisch Verantwortliche finden darin Unterstützung durch einen detaillierten Methodenblock, um situationsbedingt die richtige Wahl zu treffen und das gewählte Instrument qualitativ hochwertig umzusetzen. Wie die erfolgreiche Praxis aussehen kann, zeigen außerdem umgesetzte Beispiele aus Vorarlberg. Das „Handbuch BürgerInnenbeteiligung für Land und Gemeinden“ belegt die Bedeutung und Praxistauglichkeit von Beteiligungsverfahren. Es beruht auf Erfahrungen aus der Vorarlberger Praxis, zeigt unterschiedliche Methoden auf und gibt Hinweise, wo EntscheidungsträgerInnen qualitätsvolle Unterstützung bei der Umsetzung erhalten.